Managementpositionen

Management Audit

Eine Organisation kann nur über die im Unternehmen beschäftigten Menschen nachhaltige Wettbewerbsvorteile aufbauen. Das gilt insbesondere für Führungskräfte. Mit zunehmender Verantwortung in der Unternehmenshierarchie gewinnen überfachliche Kompetenzen an Bedeutung. Eine möglichst optimale Übereinstimmung der Persönlichkeit eines Mitarbeiters mit den Anforderungen einer Tätigkeit ist von beiderseitigem Interesse. Gute Leistungen und ein hohes Engagement entfalten sich am ehesten bei Tätigkeitsanforderungen, die den eigenen Stärken und Interessen des Kandidaten entsprechen.

Sie als Entscheider und wir als Berater sind die beiden Experten in der Beurteilung der Kompetenzen und des Leistungspotentials der Bewerber. Um diese systematisch einschätzen zu können, setzen wir die Methode des Management-Audits mit vier möglichen Inhalten ein.

Der Prozess beginnt mit der gemeinsamen Entwicklung eines Kompetenzmodells aus der Unternehmensstrategie und führt weiter zur Leistungs- und Potentialbewertung der Führungskräfte.

Inhalt des Management Audits

Interview

Im persönlichen Interview gleichen wir die Passung der Kandidaten hinsichtlich der fachlichen Kompetenz, Managementfähigkeit und der Übereinstimmung von Wertvorstellungen Ihres Unternehmens ab. In diesem Zusammenhang nutzen wir u. a. das 4-Augen-Prinzip. Auf Grundlage unseres Vertraulichen Berichtes entscheiden Sie, wen der von uns vorgestellten drei bis fünf Kandidaten Sie für ein persönliches Gespräch einladen möchten.

Fallstudie

Die handlungsorientierte Fallstudie vereint Anforderungsdimensionen sowohl der Postkorbübung als auch der Konzeptentwicklung. Im Gegensatz zur Postkorbübung, die auf rein organisatorische Aufgaben fokussiert, bietet die Fallstudie die Möglichkeit, auch unternehmerisch-konzeptionelle Aspekte einer Zielposition zu berücksichtigen. Beurteilt werden hier neben den intellektuellen Fähigkeiten (z. B. Analysevermögen, logisches Schlussfolgern, vernetztes Denken) und organisatorischen Fähigkeiten (z. B. Arbeitseffizienz, Gründlichkeit, Delegation, Informationsweitergabe) auch unternehmerische Fähigkeiten (Risiko- und Entscheidungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft und Kreativität). Aufgrund des starken inhaltlich-konzeptionellen Bezugs werden die Fallstudien anhand von Checklisten vorgeprüft und im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit dem Kandidaten ausgewertet.

Simulationsübungen (z. B. Präsentation)

In dieser Übung möchten wir beobachten, wie der Kandidat  vor einer hochrangig besetzten Runde von Zuhörern ein Konzept präsentiert und die Anwesenden in die Diskussion einbindet und von den Ideen und Ansätzen des Kandidaten überzeugt wird.
Es soll deutlich werden, inwieweit das durch den Teilnehmer gezeigte Verhalten für ihn oder sie typisch und nicht lediglich durch die Besonderheit der Umstände und der Situation bestimmt ist. Das Nachgespräch dient darüber hinaus auch zur Klärung von grundlegenden Annahmen und Strategien des Teilnehmers.

Persönlichkeitsfragebogen (BIP)

Wir setzen den wissenschaftlich fundierten Persönlichkeitsfragebogen BIP (Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung) ein. Dies ist ein psychologisches Testverfahren, das berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale systematisch erfasst. Der BIP eignet sich hervorragend als zusätzliches Beobachtungsinstrument. Regelmäßig setzen wir das Verfahren als Vorbereitung auf ein persönliches Interview ein, um die Selbsteinschätzung des Kandidaten zu hinterfragen, ausführlich zu besprechen und damit ein verlässliches Profil des Bewerbers zu erstellen.

Inhalt BIP

Der BIP lässt sich von anderen Persönlichkeitstests v. a. anhand seines expliziten Berufsbezugs abgrenzen, wobei die Normierung des Tests (d.h. inwieweit Persönlichkeitsmerkmale in der Allgemeinheit vertreten sind) ebenfalls an Berufstätigen erfolgt.
Hauptbereiche des BIP sind

  • die berufliche Orientierung (Leistungsmotivation, Gestaltungsmotivation, Führungsmotivation)
  • das Arbeitsverhalten (Gewissenhaftigkeit, Flexibilität, Handlungsorientierung)
  • die sozialen Kompetenzen (Sensitivität, Kontaktfähigkeit, Soziabilität, Teamorientierung, Durchsetzungsstärke)
  • die psychische Konstitution (emotionale Stabilität, Belastbarkeit, Selbstbewusstsein).

Die Auswertung erfolgt nicht hinsichtlich richtiger oder falscher Antworten, sondern bezüglich geringer oder stärker ausgeprägter Persönlichkeitszüge. Die Fragen sind transparent und für den Teilnehmer nachvollziehbar formuliert.

Warum BIP

Die spezifische Ausprägung von bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen steht maßgeblich in Zusammenhang mit beruflicher Leistung, Zufriedenheit und nicht zuletzt für psychische und physische Gesundheit. Die Passung eines Bündels besonderer Eigenschaftsausprägungen trägt zum Erfolg oder zum Scheitern in einer beruflichen Position erheblich bei.